Am Ende der Informationsveranstaltung in der Kulturscheune hat Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran es schon angesprochen, das Prozess-Team geht nun in die zweite Phase der Aufarbeitung, der Phase der Verarbeitung.
Ziel ist es hier, die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft in ihren Gedanken und Erinnerungen abzuholen und dort, wo es notwendig ist, seelsorglich zu begleiten.
Dies kann geschehen durch Supervision und psychologische Unterstützung sowie auch durch Seelsorge- und Gruppengespräche. Auch Schulungen für Selbstfürsorge können möglich sein. Dabei ist es zunächst erst einmal wichtig den Begriff des „Paradoxen Menschen“ zu verstehen. Ein Mensch, der hohe Verdienste hat, ist auch in der Lage, Verbrechen zu begehen. Es gilt, beides zu sehen und zu verarbeiten. So können unterschiedliche Emotionen eingeordnet werden.
Das Prozess-Team Aufarbeitung hat hier den nächsten konkreten Schritt geplant. Am 24. April 2026, 18:00 Uhr wird es im Pfarrsaal St. Norbert eine Veranstaltung geben, zu der wir Sie alle ganz herzlich einladen.
Beginnen werden wir mit einem Vortrag zu eben diesem schon genannten Thema „Paradoxer Mensch“.
Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit, mit MitarbeiterInnen der Ehe-Familien-und-Lebensberatung und der Supervision des Bistums Würzburg ins Gespräch über dieses komplexe Thema zu kommen.
In der anschließenden dritten Phase soll erarbeitet werden, was aus der Krise gelernt werden muss und wie konkrete Präventionsmaßnahmen umgesetzt werden. Schließlich wird es in Phase vier um Veränderungen bei der Erinnerungskultur gehen. Text: Gudrun Walther