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Zum ersten Mal kam Peter Langer mit seiner szenischen Lesung zu Adolph Kolping in eine Gemeinde, in der es keine Kolpingsfamilie gibt. Auf Einladung der Gruppe 3949 kam so die szenische Lesung „Eine Idee per Kutsche durch Europa - Kolpings Reisen“ zur Aufführung. Das Bühnenbild prägte eine stilisierte Kutsche. Aussagestarke Bilder und Originaltexte Kolpings führten die Besucher/innen in die Zeit des 19. Jahrhunderts.

Die Idee Adolf Kolpings war, wandernden Handwerksburschen eine Unterkunft zu geben, sie untereinander in Kontakt zu bringen, Bildung zu ermöglichen und sie auch sozial zu unterstützen. Von dieser Idee lebenslang begeistert, zog er durch halb Europa, um Katholische Gesellenvereine zu gründen, sie aufzubauen und sie zu vernetzen. Was nun für einen modernen Urlauber eine kinderleichte Sache ist, gestaltete sich Mitte des 19. Jahrhunderts als recht schwierig. Man flog nicht mal eben von Köln nach Budapest, Tirol oder zum Papst nach Rom. Kolping war mit der Kutsche, der Bahn und dem Schiff unterwegs.
Aus Langers szenischer Lesung geht deutlich hervor, warum Kolping ein Vorbild bis heute ist, ungebrochen modern und aktuell. Kolpings Ideen, für deren Verbreitung der katholische Sozialreformer seine ganze Kraft einsetzte, sind weiter topmodern. Das beweisen 400.000 Kolping-Mitglieder weltweit.
Spannend ist die Lesung nicht zuletzt dadurch, dass das Publikum das, was Kolping in seinen Schriften als Zukunftswünsche äußerte, aktuell lebendig erleben kann. Das Kolpingwerk ist heute höchst präsent. Und bis zum heutigen Tag wird Kolpings Kernanliegen überall auf der Welt konsequent erfüllt: Die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechend handeln. Das setzen die 114 Kolpingsfamilien im Bistum Würzburg und die Bildungseinrichtungen Kolping Mainfrankens auch heute um.

 

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