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Gemeinsames Fastenessen einmal anders.


Das gemeinsame Fastenessen am Misereor-Sonntag, dem fünften Fastensonntag im Jahreskreis, hat in Höchberg eine lange Tradition. Normalerweise wird eine kräftige Suppe von vielen fleißigen Helfern vorbereitet und nach dem Gottesdienst von den Gemeindemitgliedern verspeist.

Doch wie kann man das Gemeinschaftserlebnis zu Zeiten von Corona fühlbar machen, fragte sich der Pfarrgemeinderat in diesem Jahr. Ein gemeinsames Essen ist wegen der geltenden Beschränkungen nicht möglich, ja selbst der Gottesdienstbesuch obliegt weitreichenden Auflagen, was Hygiene und Menge der Besucher angeht.
Da ist an ein gemeinsames Mittagessen überhaupt nicht zu denken. So kamen Tina Gold und ihre drei Mitköchinnen auf die Idee, in den Kirchen Mariä Geburt und St. Norbert eine Suppe im Glas anzubieten, die die Gläubigen mit nach Hause nehmen konnten und dann gemeinsam essen konnten. „Normalerweise sind in unseren Kochteams auch Männer mit dabei, aber in diesem Jahr haben vier Frauen die Suppe bei sich zu Hause gekocht“, so Gold. Sie wurde dann in Portionsgläser abgefüllt und gegen eine Spende ausgegeben. Jeder der wollte, konnte sich selbst ein Glas an den bereitgestellten Tischen nehmen. „Wir haben uns für eine Kartoffel-Lauch-Suppe entschieden“, erläutert Evelyn Behl beim Aufstellen der Gläser im Kirchenschiff von Mariä Geburt. Man war überrascht, wie gut das Angebot angenommen wurde, so Christina Gold im Nachgang.
„Es ist zwar nicht dasselbe, als wenn wir uns alle gemeinsam zum Mittagessen treffen würden, aber irgendwie fühlte ich doch eine starke Gemeinschaft am Misereor-Sonntag“, berichtet Christina Gold, die aber auch hofft, dass die Beschränkungen durch Corona bald aufhören werden und man wieder ein normales Gemeindeleben führen kann.

Text und Bild: Matthias Ernst

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