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Am Samstag 23. Juni unternahm der Frauentreff St Norbert seinen jährlichen Tagesausflug. Unser Ziel war die Stadt Fulda. 23 Personen, Mitglieder des Frauentreffs, Partner sowie weitere Gäste fuhren am Vormittag mit dem Zug in Hessens neuntgröße Stadt Fulda.

 Am Schloß erwartete uns eine Gästeführerin, die uns kundig, mit viel Wissen, Witz und Charme die Geschichte der Barock- und Bischofsstadt näher brachte. So erfuhren wir, dass der bekannte Baumeister Johann Dientzenhofer nicht nur das Residenzschloss in Fulda entworfen hat, sondern im Jahr 1720 unter Balthasar Neumann auch am Bau der Würzburger Residenz mitgewirkt hat. Wir nahmen an der Führung durch das sehenswerte im 18. Jahrhundert erbaute Schloss teil, das uns einen Einblick in die ehemaligen Wohnräume der Fürsten und das Lebensgefühl in der Barockzeit gab. Beeindruckend ist das kostbare Spiegelkabinett oder die Sammlung mit Thüringer und vor allem Fuldaer Porzellanen. Das Schloss ist heute Sitz der Stadtverwaltung. Vorbei an mittelalterlichen Fachwerkhäusern, u. a. dem Geburtshaus des Erfinders der Braunschen Röhren Ferdinand Brauns und der ehemaligen Bibliothek des Klosters Fulda, die heute die Theologische Fakultät beherbergt, führte uns anschließend unser Weg durch die Altstadt zum barocken Dom, der ältesten freistehenden Kirche Deutschlands. Auch dieser wurde von Johann Dientzenhofer 1704 bis 1712 gebaut. Das religiöse Zentrum bildet die Grabstätte des Heiligen Bonifatius, das das Ziel vieler Besucher und Pilger ist und das auch wir besuchten. Ab 1704 wurde die Kirche in nur acht Jahren errichtet. Der Dom ruht auf Mauern einer viel älteren Kirche aus dem 9. Jahrhundert, so wurde uns berichtet. Wir konnten im Ausgangsbereich des Domes einige dieser alten Steine sehen. Vor dem Dom verabschiedeten wir uns von unserer Gästeführerin und hielten Mittagspause im urigen Brauhaus. Gut gestärkt hatten wir nun in kleinen Gruppen die Gelegenheit, die Stadt Fulda auf eigene Faust zu entdecken: Den Schlossgarten mit der Orangerie und der Skulptur der Floravase, einer der schönsten und größten barocken Gartenskulpturen, Paulustor, die romanische Michaelskirche, den Domdechaneigarten, die Severinkirche oder das Alte Rathaus. Zeit für eine Pause blieb in einem der kleinen schönen Cafes. Um 18 Uhr fuhren wir per Bahn zurück nach Würzburg. Bei kaltem Wetter, aber zum Glück ohne Regen und sogar mit ein paar Sonnenstrahlen gespickt, war dies für uns ein gelungener Ausflug in schöner Gemeinschaft in die barocke Stadt Fulda.

Text: R. Dorobek

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