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20 Frauen und Männer folgten am 1. Juni der Einladung des Frauentreffs St. Norbert undunternahmen bei schönstem Sommerwetter mit der Bahn einen Ausflug nach Bayreuth...

...und nach zweieinhalbstündiger Fahrt über Nürnberg erreichte die Reisegruppe die Stadt am
Roten Main. Viele Teilnehmer/-innen nutzten nun die frei zur Verfügung stehende Zeit und
besuchten das barocke Markgräfliche Opernhaus, das seit 2012 UNESCO-Welterbe ist
und nach umfangreicher sechsjähriger Restaurierung 2018 wieder eröffnet wurde. Die
Gruppe war beeindruckt vom imposanten Theaterraum mit seiner virtuosen
illusionistischen Wirkung. Das Logentheater von dem Theaterarchitekten Giuseppe Galli
Bibiena wurde 1744 bis 1748 im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine und des Markgrafen
Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth erbaut. Während einer kurzen Führung durften die
Teilnehmer/-innen im hauptsächlich aus Holz und Leinwand prachtvoll gefertigten
Zuschauerraum Platz nehmen, einer Arie, wenn auch nur vom Band, lauschen und sich in
vergangene Zeiten zurückversetzen.
Anschließend stärkte sich die Reisegruppe in einer guten oberfränkischen Gaststätte
mitten in Bayreuth, um sodann in einem zweistündigen Stadtrundgang zahlreiche
historische Bauten, unter anderem das Neue Schloss und Hofgarten, Haus Wahnfried
und Richard-Wagner-Museum zu betrachten. Dass nach 1945 historische Bausubstanz
vernichtet wurde und umstrittene Neubauten entstanden, erfuhr man in den anschaulichen
Erläuterungen des Stadtführers. Dieser begeisterte auch mit einer enthusiastischen
Beschreibung der „Götterdämmerung“ an der Gruft Richard Wagners.
Nach der Stadtführung blieb Zeit, ein wenig durch die belebte Stadt zu bummeln oder
einfach nur bei Eis, Kaffee oder Kuchen in einem der zahlreichen Straßenkaffees bei
schönen Gesprächen den Nachmittag ausklingen zu lassen. Bevor es wieder mit der Bahn
Richtung Würzburg ging, konnte man vom Bahnhof aus einen Blick auf den „Grünen
Hügel“ mit dem Festspielhaus erhaschen, in dem jährlich die Richard-Wagner-Festspiele
stattfinden. Um 22 Uhr endete der schöne Ausflug, den Edeltraud Skrdlant wunderbar
vorbereitet hatte.
(Roswitha Dorobek)

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