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Höchberger Tagespflege feiert ersten Geburtstag

Ein einjähriger Geburtstag ist aus zeitlicher Betrachtung sicher kein großes Ereignis – aus Sicht von Eltern, Geschwistern und Großeltern sehr wohl. Und so hat es sich der Verein für ambulante Krankenpflege Höchberg e.V. nicht nehmen lassen, den ersten Geburtstag des jüngsten Familienmitgliedes, nämlich der Höchberger Tagespflege, am Samstag, den 09.06.2018 gebührend zu feiern. 

Rund 150 Gäste fanden sich dazu in der Pfarrkirche St. Norbert ein, wo Domkapitular Clemens Bieber, erster Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes, gemeinsam mit Pfarrer Matthias Lotz einen Dankgottesdienst feierte. Auch er nahm das Bild des Geburtstagskindes auf und sprach seine Anerkennung aus, dass so eine alte Mutter – der Trägerverein wird nächstes Jahr 110 – noch einmal ein Kind gebärt.

In seiner Predigt legte er anschaulich dar, wie Tagespflegeeinrichtungen das Leben älterer Menschen bereichern, indem sie ihnen die Möglichkeit schenken, aktiv ihr Alltagsgeschehen zu gestalten. Die Tagespflege schafft einen geschützten Raum, wo die Menschen sein dürfen, wie sie sind, sich angenommen fühlen, Anerkennung und Wertschätzung erfahren.

Herausforderung Pflege

Landtagspräsidentin Barbara Stamm hob in ihrem anschließenden Grußwort insbesondere das Engagement der Pflegenden hervor. „Ich komme gern zu Menschen, die Großartiges für ihre Mitmenschen leisten“, versicherte sie und sieht sich als politisch Verantwortliche in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und zur nötigen Wertschätzung zu verhelfen, um mehr Menschen zu ermutigen, den Beruf zu erlernen und lange auszuüben.

Gleichzeitig sprach Stamm den pflegenden Angehörigen ihre Anerkennung aus. „Wir brauchen mehr Pflege für die Pflege“, sagte sie und machte klar, dass die Pflegekasse Entlastungsangebote schaffen muss. Eine Tagespflege bietet diese Entlastung und so schloss die ehemalige Gesundheits- und Sozialministerin mit einem herzlichen „Vergelt's Gott für dieses Kind“.

Wie wird sich das Kind entwickeln?

Höchbergs erster Bürgermeister Peter Stichler stellte in seinem Grußwort mit Blick auf den einjährigen Geburtstag u. A. die Frage, wie sich das Geburtstagskind weiterentwickelt. Er versprach, sich gemeinsam mit dem Marktgemeinderat dafür einzusetzen, dass der zunächst auf vier Jahre zugesicherte Standort der Höchberger Tagespflege auch darüber hinaus erhalten bleibt.

Ein gelungener Tag

Anschließend führte Gastgeber Günter Klopf, Vorsitzender des Trägervereins, die prominenten Besucher durch die großzügigen und hellen Räumlichkeiten der Einrichtung, wo die Mitarbeiter der Höchberger Tagespflege sowie der Höchberger Sozialstation die Gäste bereits mit gekühlten Getränken und einem Flying Buffet vom Gasthaus Lamm erwarteten.

Zum Rahmenprogramm gehörten u.A. ein QiGong-Schnupperkurs sowie eine Märchenerzählung von Kerstin Lauterbach, die schon viele Veranstaltungen der Einrichtungen bereichert hat. Der Alterssimulationsanzug GERT schickte Interessierte auf eine Zeitreise und ließ sie nachempfinden, wie es sich anfühlt, 35 Jahre älter zu sein. Auch der Kleidermarkt tragbar, der gut erhaltene getragene Kleidung zum Verkauf anbietet, lud zum Stöbern ein. Initiatorin Doris Strauch zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz.

Auch Gastgeber Günter Klopf zog eine positive Bilanz des Tages, verbunden mit dem Wunsch, dass Tagespflege, Sozialstation und tragbar am Standort St. Norbert weiterhin in der Mitte der Menschen sein kann.

 

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