Prozess-Team Aufarbeitung – „Phase der Aufklärung der Geschehnisse“ soll im März beendet werden

In seinem Brief vom Juli 2025 an die Menschen in Höchberg – veröffentlicht auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft, dem katholischen Pfarrbrief und dem Mitteilungsblatt Höchberg – kündigte Bischof Dr. Franz Jung für den Herbst 2025 den Start eines Prozess-Teams an. Es beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener – begangen durch den ehemaligen Pfarrer von St. Norbert – und dem Umgang mit dieser sexualisierten Gewalt durch die Bistumsleitung.

Von der Pfarreiengemeinschaft Höchberg gehören zu diesem Team Christina Gold, Meggie Issing, Gudrun Walther (PGR Höchberg), Holger Huttner (Kirchenverwaltung St. Norbert), Dr. Hubert Humm und Jochen Schmitt. Das Pastoralteam wird durch Pfarrer Gerhard Spöckl und Andrea Hartmann, Koordinatorin des Pastoralen Raumes Würzburg Süd-West, vertreten. Ergänzt wird das Team durch Fachkräfte aus dem Bischöflichen Ordinariat: Kerstin Schüller, Interventionsbeauftragte und Leiterin der Stabsstelle „Aufarbeitung, Prävention und Intervention“, Theresa Katzenberger, Fachreferentin sexualisierte Gewalt in der Stabsstelle sowie Kilian Martin, Bischöflicher Referent. Insbesondere in der ersten Phase des Prozesses wirken zudem Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran sowie Ordinariatsrätin Kathrin Pfeil, Juristin im Generalvikariat, persönlich an der Arbeit im Prozessteam mit. Annika Herzog, Pädagogische Leitung Kirchliche Jugendarbeit (kja), hat die Moderation des Teams übernommen.

In seiner dritten Sitzung am 15. Dezember 2025 beschäftigte sich das Team ausführlich mit der Chronologie der Geschehnisse seit 1973. Deutliche Fragen zum Verhalten der Verantwortlichen in dieser Zeit und vor allem dem Fehlverhalten früherer Amtsträger – vor allen in den Jahren 2010 ff. – wurden gestellt, diskutiert und versucht zu beantworten. Im Januar und Februar sind weitere Sitzungen vorgesehen. Zum Abschluss der von Bischof Franz angekündigten ersten „Phase der Aufklärung der Geschehnisse“ ist für den 2. März eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Kulturscheune Höchberg geplant. Nähere Informationen hierzu folgen.

Im Anschluss daran wird sich das Prozess-Team mit der „Phase der Verarbeitung“ beschäftigen. Dabei steht die Suche nach einem Umgang mit Emotionen und Verunsicherungen im Vordergrund.

Text: Gudrun Walther (für das Prozess-Team)